Im Test: Cannondale Moterra oder Habit? Ein Bikevergleich

Cannondale e-Mountainbikes in der freien Wildbahn

Cannondale hat für die Saison 2020 zwei relevante e-Mountainbikes im Portfolio – das bereits bekannte, aber überarbeitete Moterra und das brandneue Habit. Wie unterscheiden sich die beiden e-MTBs voneinander? Wo liegen die Stärken der beiden Offroad-Boliden und wann entscheide ich mich für welches Bike? Unser Top e-MTB Händler aus Herdecke André Walter hat sich genau diese Fragen gestellt, als er beide Bikes im Gelände getestet hat. Hier verrät er uns seine Antworten!

Inhaltsverzeichnis

Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten

Cannondale Moterra Neo und Habit Neo 2020 – die Gemeinsamkeiten

Betrachtet man beide Cannondale Bikes, werden auf den ersten Blick einige Gemeinsamkeiten deutlich. Zunächst ist da natürlich der neue und bereits viel beschriebene Bosch Performance CX Gen 4. Dieser Motor ist übrigens einer der Gründe für die Überarbeitung des Moterra. Das Moterra ist bereits seit einigen Saisons auf dem Markt und wird stetig weiterentwickelt – zuletzt also, um den neuen und kleineren Bosch Motor zu integrieren. Durch das gemeinsame Antriebssystem sind sich auch die beiden Bikes optisch sehr ähnlich – wir finden sowohl beim Moterra als auch beim Habit Neo dieselbe Art der Motor- und Akkuintegration. Beide Modelle besitzen einen 625 Wh Akku, einzig das preisgünstigste Habit-Modell (Habit Neo 4) kommt mit 500 Wh. Eine weitere Gemeinsamkeit sind die großen und stabilen 29“ Laufräder und der Carbonrahmen. Ja, ihr habt richtig gehört: Alle Habit Neo und Moterra Neo Modelle kommen 2020 in jeglichen Modellvarianten mit Carbonrahmen. Dadurch liegen die Bikes trotz des großen Akkus bei einem Gewicht von nur etwa 22 Kilogramm und haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 150 Kilogramm. Das macht beide e-Mountainbikes auch interessant für sehr große oder schwere Fahrer/innen.

Cannondale Moterra Neo am Baum angelehnt

Was unterscheidet die Cannondale Habit und Moterra e-MTBs?

Vergleicht man nun beide Bikes in der Geometrie des Hauptrahmens, sind die Unterschiede doch sehr marginal. Im Wesentlichen unterscheiden sich das Habit Neo und das Moterra Neo im Radstand (Moterra in Größe MD: 122,1 cm; Habit in Größe MD: 120,5 cm), bedingt durch den flacheren Lenkwinkel und die kürzere Kettenstrebe beim Moterra. Selbstverständlich spielt hier auch der Federweg eine große Rolle, womit wir zum offensichtlichsten Unterschied zwischen beiden e-MTBs kommen. Das Moterra ist ein 160 mm Vollblut e-MTB, wohingegen das Habit Neo mit 140 mm erscheint wie der kleine Bruder.

Das Moterra, der Bikepark-Professor und der Trail-Heizer Habit? So leicht mache ich es euch leider nicht, denn die Bikes auf diese engen Einsatzzwecke zu reduzieren, würde beiden Modellreihen nicht gerecht werden

Wo habe ich richtig Spaß mit den Bikes?

Mit beiden Bikes habt ihr im Wald und auf dem Trail unendlich viel Spaß, so viel sei einmal vorweg genommen. Natürlich liegt das Hauptpotenzial des Moterra in der Bergabaction, hier lebt es sich vollkommen aus und zeigt Performance ohne Ende. Man hat bei diesem e-MTB außerdem mehr Gewicht auf dem Hinterrad, was dazu führt, dass beispielsweise Wheelies viel leichter von der Hand gehen – ein nicht unwesentlicher Punkt für den Spaß-Faktor! Der sehr direkt eingestellte Dämpfer ist sensibel auf Unebenheiten eingestellt aber extrem antriebsneutral an beiden Rädern. Das spart Energie! Ein großes Kompliment an Cannondale dafür!

Das Habit steht dem Moterra in seiner Bergabqualität aber doch in nichts nach. Natürlich, und dies liegt schon im Federweg begründet, sollte man große Sprünge mit dem 140 mm Fahrwerk lieber umfahren. Das Habit hat mich aber schlussendlich mit seinem direkten und sicheren, aber dennoch extrem verspielten Handling überzeugt. Dieser Fakt ist mir wichtiger, als große Sprünge zu meistern und deshalb fällt meine persönliche Wahl auf das Habit Neo.

Schlussendlich kann ich nur sagen, dass sowohl das Moterra Neo als auch das Habit Neo den Vergleich mit anderen bekannten e-MTBs nicht scheuen müssen, sie gehören zu den Besten ihrer Klassen

Und wenn ihr selbst beide Bikes in der freien Wildbahn kennen lernen möchtet, nehmen wir euch gerne mit auf eine unserer geführten Touren auf den Trails des schönen Ruhrgebiets – auch für anspruchsvolle Biker! Und wenn dich die Cannondales nicht ansprechen – wir haben noch weitere Bikes für unsere Touren im Angebot, beispielsweise Husqvarna Mountain Cross und Hard Cross.

Leider keine Daten verfügbar.