Bikepacking: Urlaub mit dem e-Mountainbike

Der Fahrtwind umschmeichelt dein Gesicht, welches gleichzeitig von der Sonne angestrahlt wird. Ein schöner See lädt in der Pause dazu ein, die heißgefahrenen Füße abzukühlen und für den Proviant innezuhalten. Wälder, Felder und Berge erlauben im Wechsel einen einzigartigen Blick auf die Umgebung, die nur noch von der super Performance des eigenen e-MTBs getoppt werden kann. Der nächste Sommerurlaub klopft laut an die Türe und du würdest dein e-Mountainbike jederzeit einer Flugreise in weit entferne Gefilde vorziehen? So geht es aktuell tatsächlich vielen Bikern. Also ab auf die Trails – der Sonne entgegen!

Wer außergewöhnlich Biken möchte, muss nämlich nicht gleich in die Ferne fliegen. Innerhalb Deutschlands findet man ebenfalls allerhand abenteuerliche Trails und viele sportliche Aktivitäten, die andere schnell mal vor Neid erblassen lassen können! Wie dein Bikepacking-Trip mit e-MTB zum bestmöglichen Vergnügen wird? Erfahre es jetzt.

2 Frauen mit Liv e-MTBs springen in einen See

Inhaltsverzeichnis

Was ist Bikepacking?

Der Begriff „Bikepacking“ ist ein Neologismus und lehnt sich als Wortspiel an das bereits bekannte „Backpacking“ an. Bikepacker sind Rucksacktouristen, die ihre abenteuerlichen Reisen vornehmlich mit ihrem Rad bestreiten. Die Selbstversorgung und das Fahren abseits ausgebauter Strecken steht hierbei im Fokus. Ihr Hab und Gut verstauen sie dabei am Körper sowie am Bike. Mit der Etablierung von elektrisch unterstützen Bikes, wurde die Bikepacking-Szene gut aufgemischt. Klar, denn ein Elektromotor samt Akku erlauben völlig neue Möglichkeiten beim Reisen. Beides bestärkt dich darin, noch weitere Strecken auf dich zu nehmen, länger an einem Stück fahren zu können und dabei nicht so schnell Ermüdungserscheinungen zu unterliegen. Ein Traum, oder?

Du planst deinen ersten Urlaub mit e-Mountainbike? Gerade dann solltest du erst einmal den sicheren Weg wählen. Koordiniere deine Urlaubstage so, dass sie in eine wärmere Jahreszeit fallen. Dies spart dir nicht nur viel Gewicht beim Gepäck, denn warme Winterkleidung ist bekanntlich dicker als das luftige Sommeroutfit. Du profitierst auch von der Helligkeit der Sonne, denn späte Sonnenuntergänge ersetzen viel Planungsarbeit und unnötiges Hantieren mit Licht und/oder Taschenlampen. Mehr Zeit also für das Touren und tatsächliche Fahren!

Specialized Turbo Tero seitlich

Welches Bike eignet sich fürs Bikepacking?

Grundsätzlich ist erst einmal fast jedes Bike fürs Bikepacking geeignet. Vor allem Gravel- und Crossbiker sind bereits vor langer Zeit auf den Zug aufgestiegen, gefolgt von immer mehr e-Mountainbikern. Planst du mehrtägige Touren, profitierst du bei deiner Reise definitiv von den Vorzügen eines e-Mountainbikes. Robust und flexibel darf es sein, dennoch immer mit dem richtigen Quäntchen an Komfort wie auch Sportlichkeit versehen. Mit einem e-MTB kannst du dir sicher sein, auch abgelegene Routen meistern zu können, ohne Angst um dein Gefährt haben zu müssen. Doch wie steht es um die einzelnen e-Mountainbike Typen? Lässt sich hier ein Ranking bezüglich ihrer Eignung zum Bikepacking festmachen?

Auch im Bezug aufs Bikepacking können wir zwischen e-Fullys und e-Hardtails unterscheiden. Aufgrund seiner Vollfederung ist ein Fully auf Tour natürlich um einiges komfortabler. Seine Einzelteile sind jedoch auch anfälliger für Defekte, was für eine Bikepacking-Tour natürlich suboptimal ist. Hinzu kommen größere Herausforderungen beim Beladen eines Fullys. Der Dämpfer am Heck nimmt mehr Platz weg, sodass du eventuell auf das ein oder andere Gepäckstück verzichten müsstest. Aufgrund des fehlenden Dämpfers am Heck hast du mit der Rahmenform eines Hardtail daher grundsätzlich mehr Möglichkeiten, deine Habseligkeiten zu verstauen. Zusätzlich sind Hardtails leichter, was fürs Bikepacking ebenfalls von Vorteil ist.

Wie man auf den obigen Bildern gut erkennen kann, hast du bei einem Hardtail mehr Raum zur Verfügung. Demnach hast du vereinfacht gesagt die Wahl zwischen mehr Komfort und weniger Gepäck oder weniger Komfort und mehr Gepäck.

Wie belade ich mein e-Mountainbike richtig?

Je höher das Oberrohr deines e-MTBs, desto leichter bekommst du deine Habseligkeiten dort befestigt. Auf die Platzierung des Akkus solltest du acht geben, denn ist dieser zu klobig befestigt, könnte es dein Gepäck am Unterrohr schwer haben, sich breit zu machen. 

Tipp 1: In den Lenkertaschen verstaust du im besten Fall möglichst leichte Gepäckstücke, um deine Lenkbewegung nicht zu sehr zu beeinflussen. Bei zu sperrigem Gepäck an der Front könnte es dir schwer fallen, mit aller Kraft gegenzusteuern und Spaß macht ein stetiges Gegenlenken natürlich nicht. Alle leichten Gegenstände, die du schnell griffbereit haben musst, solltest du in der Lenkertasche aufbewahren.

Tipp 2Rahmentaschen werden zentral am Bike befestigt und zwar möglichst tief. Der tiefe Schwerpunkt am Bike sorgt für mehr Kontrolle und balanciert dich als Fahrer gleichzeitig aus. Setzt du das Gewicht zu weit oben an, wird dein e-MTB hingegen schwerfälliger und träger. Achte hier in jedem Fall auf ausreichend Bodenfreiheit, damit du bei ruppigem Gelände nicht mit deinen Taschen aufsetzt. In den Rahmentaschen kannst du schwere Gegenstände wie das Zelt, Werkzeug oder den Outdoor-Kocher verstauen. Dort wird dir das Gewicht am wenigsten zur Last fallen.

Tipp 3Für die Satteltaschen kannst du auf mittelschweres Gepäck zurückgreifen. Alles, was du erst gegen Ende des jeweiligen Tages benötigst, findet dort gut und sicher Platz. Dazu zählt zum Beispiel dein Schlafsack oder auch Wechselkleidung.

Achtung: Jedes Anhängsel muss letztlich gut gesichert und verstaut sein, damit du die große Reise antreten kannst. So gut du dein Bike auch in und auswendig kennen magst, fährt es sich aufgrund des ungewöhnlich schwereren Gewichts etwas anders. Im besten Fall fährst du es vor Reiseantritt etwas zur Probe, damit du ein Gefühl für das neue Fahrerlebnis bekommst.

Eine Frau und ein Mann sitzen am See neben einem Specialized e-MTB
Kuh neben dem Liv Vall E+ e-Mountainbike

Welche Ausrüstung benötige ich beim Bikepacking?

Zur üblichen Ausstattung wie Helm, Handschuhen, gutem Schuhwerk oder einer Wasserflasche gesellt sich einiges mehr an Equipment, wenn du als Bikereisender unterwegs bist. Dennoch ist eine minimalistische Herangehensweise der Schlüssel zu einer erfolgreichen und spaßigen Tour. Der Verzicht auf bestimmte Habseligkeiten und Luxusgüter macht nicht nur das Gepäck leichter, sondern kann auch eine neue Erfahrung für manch einen sein – fernab vom zeitfressenden Laptop oder Fernseher.

Einpacken solltest du alles, was du für eine mehrtägige Tour inkl. Outdoor-Übernachtungen benötigst. Dazu zählt beispielsweise die übliche Ausrüstung, wie ein Helm oder e-MTB Handschuhe, die dir Grip bieten. Aber auch auf einige Eventualitäten, beispielsweise eine Panne, solltest du gut vorbereitet sein. Wir haben dir eine kleine Packliste mit 12 Dingen, die auf deiner Bickepacking Tour nicht fehlen sollten, zusammengestellt.

Zubehör von Ortlieb

Um dir unnötigen Ballast nicht nur metaphorisch von den Schultern zu nehmen, überlegen sich Zubehörhersteller wie Ortlieb kompakte und praktische Lösungen fürs Bikepacking. Eine erfolgreiche Tour mit vollbepacktem Bike steht und fällt schließlich auch mit der Qualität des verwendeten Zubehörs. Was bringt das beste e-Mountainbike, wenn deine Taschen nicht wasserdicht sind, die Nähte reißen oder sie nicht sicher befestigt werden können- schließlich bewahren sie deine wichtige Ausrüstung auf.

Ortlieb vereint all deine Wünsche in einem: wasserdichtes Zubehör in allen Formen und Farben. Praktische Designs, die sich zusätzlich noch an die Optik deines Bikes anpassen. Unkaputtbare Materialien, die auch extremen Belastungen standhalten. Gelebte Nachhaltigkeit mit einem gering gehaltenen CO2 Abdruck.

Erfahre hier, von welchem weiteren Zubehör für e-Mountainbikes du in deinem Alltag profitieren kannst.

Bikepacking Tasche am e-MTB

Thule Gepäckträger

Du willst deinen Urlaub mit e-Mountainbike mindestens genauso spannend gestalten, legst aber Wert auf etwas mehr Komfort? Dann könnten die Gepäckträger von Thule deine Reiseplanungen vereinfachen. Die robusten und leichten Fahrradträger von Thule lassen sich schnell montieren und bei Nichtgebrauch auch einfach verstauen.

Bereits seit 1942 setzt das schwedische Unternehmen nicht nur auf funktionale, sondern auch vielseitig nutzbare Produkte – eine stilvolle Optik und Sicherheit zu jeder Zeit nicht außer Acht gelassen. Die stabile Konstruktion von Heckträgern erlaubt eine Beladung mit e-MTBs bis zu 60 Kilogramm und bietet einen sicheren Transport deines Gefährts. Die passende Absicherung deines Bikes wird über die mitgelieferten Schlösser gewährleistet.

5 Tipps für deine erste Bikepacking-Tour